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zwerge modell

Die Zwerge-Modellierung wurde von Altshuller aus dem Verfahren der "Empathie" entwickelt. Bei der Emphatie versetzt sich der Entwickler in die Lage des zu verbessernden Systems und überlegt, was er dann tun würde, um das vorliegende Problem zu lösen. Dabei werden jedoch Lösungsversuche, die "Verletzungen" zur Folge hätten und für den menschlichen Körper nicht erträglich wären, nur zögerlich beachtet. Aus diesem Grunde geht das Zwerge-Modell davon aus, daß sehr viele kleine schlaue Leute zur Lösung der Problemstellung zur Verfügung stehen. Diese Zwerge sind unempfindlich gegen jegliche schädliche Auswirkungen, womit der Nachteil der Empathie eliminiert wird. Diese Zwerge können bedenkenlos jegliche Aktion ausführen, um die vorliegende Aufgabe zu lösen.

Auch dem Zwerge Modell liegt eine systematische Vorgehensweise zugrunde, sie unterteilt sich in die folgenden Schritte:

  • Der konfliktverursachende Bereich des betrachteten Systems wird durch viele kleine Zwerge nachgebildet.
  • Die Zwerge werden in Gruppen eingeteilt, die gemäß den Randbedingungen der Aufgabe handeln. Es können zum Beispiel nützliche, schädliche, fleissige, faule, langsame und schnelle Zwerge eingesetzt werden, um gezielt Abläufe und Funktionalitäten unabhängig von der technischen Umsetzung nachzubilden.
  • Das resultierende Modell wird nun so modifiziert, daß das Problem gelöst wird. Das bedeutet, daß die Zwerge so agieren müssen, daß der betrachtete Konflikt überwunden wird. Man steht also vor der kreativen Aufgabe, die Zwerge so handeln zu lassen, dass das Problem eliminiert oder unwichtig wird.

Für das Zwerge-Modell sind jeweils Skizzen anzufertigen, die die jeweilige Situation (Problemstellung und modifiziertes Lösungsmodell) selbsterklärend darstellen.

Durch das Zwerge-Modell wird die Aufgabenstellung ebenfalls zunächst abstrahiert, wobei man auch hier durch Nachbildung des Systems oder des Systembestandteils mit Hilfe von kleinen schlauen Leuten althergebrachte Vorstellungen über Formen und Funktionsausübung überwinden kann. Durch die Zwerge-Modellierung wird man in die Lage versetzt, sich bei der Lösung einer Problemstellung auf die Fragestellung "Was ist zu tun?" zu konzentrieren, ohne dabei zunächst von technischen Limitierungen eingeengt zu werden. Auch hier muß im Anschluß an die Lösung durch die notwendigen Aktionen der Zwerge überlegt werden, wie die technische Realisierung aussehen kann. Die Verbindung zum idealen Endresultat ist hier sehr deutlich.

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