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klassische entwicklungsgesetze

Am Markt seine Stellung zu behaupten ist in der heutigen Zeit eine der wichtigsten Aufgaben. Daher kommt auch der Weiterentwicklung von Produkten eine besondere Bedeutung zu, denn ein bestehendes Produkt um einen Quantensprung zu erweitern braucht schon einen gewissen Weitblick. Diese vorausschauende Entwicklung läßt sich durch die Anwendung der sogenannten "Standardentwicklungsmuster der technischen Evolution" erzielen, denn jedes technische Produkt folgt während seiner Weiterentwicklung bestimmten, sich wiederholenden Gesetzmäßigkeiten. Werden diese Muster konsequent auf das Produkt übertragen, so läßt sich die weitere Entwicklung sowie die Plazierung am Markt gezielt steuern.

Altschuller hat 8 Entwicklungsgesetze formuliert. Diese lauten:

  • Stufenweise Evolution

    Anfangs besteht jede neue Erfindung zuerst nur aus einer Idee. Diese Idee wird durch die Entwicklungsphase, die Erprobung in ein reales Produkt umgesetzt. Zum Schluß folgt die Vermarktung. Die Entwicklung eines technischen Systems verläuft dabei entlang der S-Kurve. Dabei kommt es durch neue Technologien und Erfindungen immer wieder zu Entwicklungs-Sprüngen von einer S-Kurve zur nächsten. Mit dem menschlichen Leben verglichen lauten die Phasen der S-Kurve wie folgt:
    • Geburt
    • Kindheit
    • Reife
    • Alter
  • Zunehmende Idealität

    Ein technisches Systeme entwickelt sich in Richtung einer höheren Idealität, d.h. der Quotient aus nützlichen Faktoren und schädlichen Faktoren vergrößert sich.
  • Uneinheitliche Entwicklung der Systemteile

    Besteht ein System aus mehreren Einzelteilen so kann man oft feststellen, daß sich diese Einzelteile unterschiedlich entwickeln und sich in unterschiedlichen Entrwicklungsstufen auf der S-Kurve befinden.
  • Zunehmende Dynamisierung und Regelbarkeit

    Im Laufe ihrer Evolution erreichen technische Systeme eine höhere Dynamisierung und Steuerbarkeit (unbewegliche Teile werden beweglich oder statische dynamisch). Die Abläufe innerhalb eines technischen Systems passen sich weiterhin immer besser den jeweiligen Arbeits- und Umgebungsbedingungen an.
  • Über Komplexität zum Einfachen

    Innerhalb ihrer Entwicklung ist immer wieder festzustellen, daß technische Systeme zunächst immer komplizierter werden (mehr und bessere Funktionen) und dann in Richtung Vereinfachung (gleiche Funktionsweise durch weniger komplexe Teile) streben.
  • Evolution mit passenden und nicht passenden Elementen

    Durch eine immer größer werdende Symmetrie der Systeme kann die Effekitivät durch Resonaz verloren gehen. Aus diesem Grund ist es ratsam, auch unsymmetrische Konstruktionen gezielt in Betracht zu ziehen.
  • Miniaturisierung und verstärkter Einsatz von Feldern

    Generell zeigt sich bei der Evolution eine Entwicklung von der Makro- zu der Mikro- oder auch Nanoebene. Bei diesem Übergang kommen vermehrt Felder zum Einsatz, um die Performance, Kontrolle oder Steuerungsfähigkeit zu steigern.
  • Abnehmende menschliche Interaktion

    Menschliche Routineaufgaben werden zunehmen von den Systemen selber übernommen, d.h. der Menschliche Einsatz wird immer geringer.

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