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technische widersprüche

Ein technischer Widerspruch ist wie folgt definiert:

"Ein technischer Widerspruch liegt dann vor,
wenn das Verbessern des Systemparameters A
eine Verschlechterung des Systemparameters B hervorruft
".

Zur Lösung bzw. Überwindung derartiger Widersprüche stehen 39 technische Paramater sowie 40 innovative Grundprinzipien zur Verfügung. Der Entwickler formuliert seinen Widerspruch in der oben aufgeführten Art und Weise, um ihn danach anhand der 39 technischen Parameter zu abstrahieren. Dieser Schritt ist besonders wichtig und erfordert viel Erfahrung und Sachverstand.

Die 39 technischen Parameter sind nachfolgend aufgeführt. Mit Erklärungen stehen sie auf einer gesonderten Seite bereit (39 technische Parameter).

  1. Masse/Gewicht eines beweglichen Objektes
  2. Masse/Gewicht eines unbeweglichen Objektes
  3. Länge eines beweglichen Objektes
  4. Länge eines unbeweglichen Objektes
  5. Fläche eines beweglichen Objektes
  6. Fläche eines unbeweglichen Objektes
  7. Volumen eines beweglichen Objektes
  8. Volumen eines unbeweglichen Objektes
  9. Geschwindigkeit
  10. Kraft
  11. Spannung oder Druck
  12. Form
  13. Stabilität der Zusammensetzung des Objektes
  14. Festigkeit
  15. Haltbarkeit eines beweglichen Objektes
  16. Haltbarkeit eines unbeweglichen Objektes
  17. Temperatur
  18. Sichtverhältnisse
  19. Energieverbrauch eines beweglichen Objektes
  20. Energieverbrauch eines unbeweglichen Objektes
  21. Leistung, Kapazität
  22. Energieverluste
  23. Materialverluste
  24. Informationsverluste
  25. Zeitverlust
  26. Materialmenge
  27. Zuverlässigkeit/Sicherheit
  28. Meßgenauigkeit
  29. Fertigungsgenauigkeit
  30. Von Außen auf das Objekt wirkende schädliche Faktoren
  31. Vom Objekt selbst erzeugte schädliche Faktoren
  32. Fertigungsfreundlichkeit
  33. Bedienkomfort
  34. Instandsetzungsfreundlichkeit
  35. Adaptionsfähigkeit, Universalität
  36. Kompliziertheit der Struktur
  37. Kompliziertheit der Kontrolle und Messung
  38. Automatisierungsgrad
  39. Produktivität/Funktionalität

Im nächsten Schritt bedient man sich der sogenannten Widerspruchsmatrix, welches eine Matrix ist, die die 39 Parameter gegenüberstellt. In der Zelle des Schnittpunktes von zwei Parametern sind dann die innovativen Grundprinzipien aufgeführt, die in der Vergangenheit den entsprechenden Widerspruch gelöst haben. Dabei werden im Schnittpunkt nur die statistisch signifikanten, häufigsten Lösungsprinzipien aufgeführt. Zu beachten ist bei der Benutzung der Widerspruchsmatrix, daß in den Zeilen die Parameter betrachtet werden, die sich verbessern. Die Parameter die sich verschlechtern sind aus den Spalten zu wählen.

 

Aufgrund der Größe der Widerspruchsmatrix, kann die komplette Matrix an dieser Stelle nicht dargestellt werden. Daher ist dieser Matrix eine eigene Seite gewidmet, die die gesamte Matrix als PDF-Datei enthält.

Sind durch die Widerspruchsmatrix innovative Grundprinzipien identifiziert, liegt es dem Entwickler bzw. an dem Team, potentielle Lösungsansätze zu entwickeln.

Es muß allerdings nicht immer der Weg über die 39 Parameter genommen werden. Auch das Anwenden der 40 innovativen Prinzipien hilft sehr oft schon, die Denkbarrieren zu überwinden und auf Lösungsansätze zu kommen. Daher sind in der folgenden Übersicht die Prinzipien aufgeführt. Auch bei den Prinzipien steht eine extra Seite bereits, die weitere Erklärungen sowie Beispiele bereit hält (40 innovative Prinzipien). Nachstehend die Übersicht derPrinzipien:

  1. Prinzip der Zerlegung bzw. Segmentierung
  2. Prinzip der Abtrennung
  3. Prinzip der örtlichen Qualität
  4. Prinzip der Asymmetrie
  5. Prinzip der Kopplung
  6. Prinzip der Universalität
  7. Prinzip der „Steckpuppe“ (Matrjoschka)
  8. Prinzip der Gegenmasse
  9. Prinzip der vorgezogenen Gegenwirkung
  10. Prinzip der vorgezogenen Wirkung
  11. Prinzip des „vorher untergelegten Kissens“
  12. Prinzip des Äquipotentials
  13. Prinzip der Funktionsumkehr
  14. Prinzip der Kugelähnlichkeit
  15. Prinzip der Dynamisierung
  16. Prinzip der partiellen oder überschüssigen Wirkung
  17. Prinzip des Übergangs zu höheren Dimensionen
  18. Prinzip der Ausnutzung mechanischer Schwingungen
  19. Prinzip der periodischen Wirkung
  20. Prinzip der Kontinuität der Wirkprozesse
  21. Prinzip des Durcheilens
  22. Prinzip der Umwandlung von Schädlichem in Nützliches
  23. Prinzip der Rückkopplung
  24. Prinzip des „Vermittlers“
  25. Prinzip der Selbstbedienung
  26. Prinzip des Kopierens
  27. Prinzip der billigen Kurzlebigkeit anstelle teurer Langlebigkeit
  28. Prinzip des Ersatzes mechanischer Wirkprinzipien
  29. Prinzip der Anwendung von Pneumo- und Hydrokonstruktionen
  30. Prinzip der Anwendung biegsamer Hüllen und dünner Folien
  31. Prinzip der Verwendung poröser Werkstoffe
  32. Prinzip der Farbveränderung
  33. Prinzip der Gleichartigkeit bzw. Homogenität
  34. Prinzip der Beseitigung und Regenerierung von Teilen
  35. Prinzip der Veränderung des Aggregatzustandes
  36. Prinzip der Anwendung von Phasenübergängen
  37. Prinzip der Anwendung von Wärmedehnung
  38. Prinzip der Anwendung starker Oxidationsmittel
  39. Prinzip der Verwendung eines inerten Mediums
  40. Prinzip der Anwendung zusammengesetzter Stoffe

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