Innovations-Checkliste

Systematische Analyse der Ausgangssituation und Strukturierung des Problems (Zielsuche)

„Die genaue Formulierung eines Problems ist wesentlich schwieriger als dessen Lösung, welche dann nur noch eine Frage des abstrakten Denkens und experimentellen Kenntnisse ist.“
(Albert Einstein)

Bevor sich der Problemlöser Gedanken darüber macht, wie man ein Produkt oder ein Prozeß verbessern kann, muß er zunächst einmal die bestehende Ausgangssituation beurteilen. Hierbei hilft die sog. Innovations-Checkliste, die den Entwickler darin unterstützt, alle verfügbaren Ressourcen, Lösungsmöglichkeiten, Beschränkungen und Probleme in systematischer Art zu dokumentieren. Teilaspekte des Gesamtsystems zu analysieren, ist mit der Innovations-Checkliste weniger möglich.

Die folgenden Aspekte gliedern im allgemeinen die Checkliste:

1. Informationen über das zu verbessernde System und dessen Umfeld

  • Systembezeichnung,
  • primäre nützliche Funktionen des Systems,
  • derzeitige oder wünschenswerte Systemstruktur,
  • die Arbeitsweise des Systems
  • Systemumfeld.

2. Auflistung der verfügbaren Ressourcen und deren Potential

  • Stoffliche Ressourcen,
  • feldförmige Ressourcen,
  • funktionale Ressourcen,
  • Informations-Ressourcen,
  • zeitliche Ressourcen
  • räumliche Ressourcen.

3. Informationen zur Problemsituation

  • Angestrebte Verbesserung des Systems,
  • Mechanismus oder Wirkweise des Nachteils,
  • Entwicklungsgeschichte des Problems
  • andere zu lösende Probleme.

4. Veränderung des Systems

  • welche Veränderungen
  • welche Grenzen der Systemänderung zulassen?

5. Auswahlkriterien der Lösungskonzepte

  • Angestrebte technische Eigenschaften PuTTY download ,
  • angestrebte ökonomische Eigenschaften,
  • angestrebter Zeitplan,
  • erwartungsgemäße Neuartigkeit
  • andere Auswahlkriterien.

6. Historie der Lösungsversuche

  • Vorangegangene Versuche zur Problemlösung
  • andere Systeme, die ein ähnliches Problem beinhalten.

Viele TRIZ-Praktiker sind der Meinung, die Innovative-Checkliste stelle genügend Führung und Systematik bereit, um Probleme jeglicher Art lösen zu können. Andere hingegen ziehen es vor, im Anschluß der präzise ausgearbeiteten Liste auch die nächsten Schritte der TRIZ-Methodik mit gleicher Konsequenz durchzuführen. Der nächste Schritt ist die grafische Problemformulierung.

Die Innovations-Checkliste geht auf die ISQ (Innovation Situation Questionaire) von Ideation International zurück. Korrekt übersetzt bedeutet der Begriff „Fragebogen zur Ermittlung der erfinderischen bzw. Innovations-Situation“. In diesem Fragebogen werden die oben genannten grundlegende Punkte zur Beschreibung eines Problems gestellt und systematisch abgearbeitet. Die ISQ umfasst damit die drei grundlegenden klassischen TRIZ-Tools „9-Felder-Ansatz„, Ressourcen und Idealität (nützliche und schädliche Funktionen, ideales Endresultat).

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